DAS HOCHLAND

Oberhalb von viertausend Metern öffnen sich die Anden zu weiten Hochebenen. Die Luft ist dünn und klar, die Sonne stark, die Nächte bringen Frost. Es ist eine stille Landschaft, in der Menschen und Tiere seit Jahrtausenden miteinander leben. Hier beginnen die Fasern von Vicuña und Alpaka.

GOLDENES GRAS
Über die Hochebenen zieht sich das Ichu, ein hartes, büscheliges Gras, das in der Trockenzeit golden leuchtet. Es hält dem Wind stand, der Kälte und der Sonne, und es nährt die Tiere des Hochlands. Wenn das Licht am Abend flach über die Ebene fällt, scheint die ganze Landschaft aus Gold zu sein.

WASSER AUS DEM EIS
Zwischen dem Gras liegen die Bofedales, grüne Feuchtwiesen, gespeist vom Schmelzwasser der Gletscher und von Quellen. Sie sind die Weiden der Alpakas, weich und sattgrün inmitten der kargen Puna. Die Familien des Hochlands pflegen sie seit Generationen, denn ohne Wasser gibt es keine Herden.

DIE HÜTER DER HERDEN
Die meisten Alpakas Perus leben bei Familien, die sie seit Generationen halten. Sie kennen jedes Tier, seine Farbe und sein Vlies, und ziehen mit ihren Herden über das Land. Ihr Wissen ist der Anfang jeder Faser: Was im Hochland mit Sorgfalt gehütet wird, kann später zu einem Stück werden, das bleibt.

WO DIE APU WACHEN
Über den Hochebenen erheben sich die schneebedeckten Gipfel, die die Menschen der Anden Apu nennen, die Geister der Berge. Bis heute bringen sie ihnen und der Pachamama, der Mutter Erde, Opfergaben dar und bitten um Schutz für Herden und Ernte. Von diesen Bergen trägt Casa APUKAI seinen Namen.