Arequipa - Die weiße Stadt

Arequipa liegt am Rand der Wüste, die sich von der Küste bis an die Anden zieht. Die Luft ist trocken und klar, an rund dreihundert Tagen im Jahr scheint die Sonne. In diesem Licht leuchtet der weiße Stein der Stadt, und die Gipfel der Vulkane stehen scharf gegen den Himmel. Es ist ein Licht, in dem man Farben genau erkennt.

DAS LICHT DER WÜSTE
Arequipa liegt am Rand der Wüste, die sich von der Küste bis an die Anden zieht. Die Luft ist trocken und klar, an rund dreihundert Tagen im Jahr scheint die Sonne. In diesem Licht leuchtet der weiße Stein der Stadt, und die Gipfel der Vulkane stehen scharf gegen den Himmel. Es ist ein Licht, in dem man Farben genau erkennt.

STADT AUS VULKANSTEIN
Arequipa trägt den Namen der Weißen Stadt. Ihr historisches Zentrum, heute Weltkulturerbe der UNESCO, ist fast vollständig aus Sillar gebaut, einem hellen, porösen Vulkangestein. Weil die Erde hier oft bebt, errichteten die Baumeister dicke Mauern und schwere Gewölbe. Diese steinerne Beständigkeit prägt die Stadt bis heute.

DER WEG AUS DEM HOCHLAND
Arequipa liegt am Fuß des Hochlands, in dem Alpakas und Vicuñas leben. Seit im späten 19. Jahrhundert die Eisenbahn das Altiplano mit der Stadt und den Häfen der Küste verband, reist das rohe Vlies aus den Höhen hinab in die Manufakturen Arequipas. Hier wird aus der Faser des Hochlands ein Garn für die Welt.

DIE HÄNDE DER MAESTRAS
In den Hallen der Stadt arbeiten die Maestras Clasificadoras, Frauen, deren Wissen oft über Generationen in den Familien weitergegeben wurde. Im Tageslicht sortieren sie das rohe Vlies allein mit Auge und Hand, nach Feinheit und Farbton, in Sekunden. Es ist ein Handwerk, das man fühlen muss.