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Cusco - Historisches Zentrum

Cusco liegt auf rund dreitausendvierhundert Metern im Tal des Río Huatanay, umgeben von den Gipfeln der südlichen Anden. Im Quechua bedeutet der Name Nabel, denn hier lag das Zentrum des Inkareiches. Schon damals galten feine Gewebe aus Alpaka und Vicuña als wertvoller als Gold. Bis heute ist die Region der Ort, an dem das Wissen um diese Fasern lebt.

DIE MAUERN DER INKA 

Die Fundamente Cuscos bestehen aus mächtigen Steinblöcken, so genau behauen, dass sie ohne Mörtel ineinandergreifen. Diese Bauweise hat über Jahrhunderte zahllose Erdbeben überstanden. Auf den Mauern der Inka ruht die Stadt von heute, Stein auf Stein, Epoche auf Epoche.

Die Hochebene der Puna

Oberhalb der Stadt, ab etwa viertausend Metern, beginnt die Puna, eine weite, karge Hochsteppe. Hier leben Alpakaherden und wilde Vicuñas. Dünne Luft, starke Sonne und kalte Nächte haben ihnen ein dichtes, wärmendes Vlies gegeben. Ihre Faser ist ein Abbild dieser Landschaft.

MIT DEM KÖRPER GEWEBT

In den Gemeinden rund um Cusco weben Frauen und Männer bis heute am Rückengurtwebstuhl. Ein Ende ist an einem Pfosten befestigt, das andere am Körper der Weberin, die mit ihrem Gewicht die Spannung der Fäden hält. Vom Spinnen der Faser bis zum fertigen Gewebe ist jeder Schritt Handarbeit.

DIE FARBEN DES TALS

Die Weberinnen der Region färben ihre Garne mit dem, was die Natur ihnen gibt: Pflanzen, Rinden, Mineralien und die Cochenille, eine kleine Laus, aus der ein tiefes Rot gewonnen wird. Die Rezepte werden in den Familien weitergegeben, und jede Farbe erzählt vom Tal, aus dem sie stammt.